Was ist Adipositas?

Durch den medizinischen Fachbegriff Adipositas wird krankhaftes Übergewicht bezeichnet, welches durch einen BMI von >30 kg/m² definiert wird. Somit handelt es sich hier um eine extreme Form der Fettleibigkeit, die in jedem Fall schwerwiegende gesundheitliche Folgen hat. Zusätzlich kann Adipositas in drei Grade eingeteilt werden: erhöhte Adipositas (BMI von 30 – 34,9), hohe Adipositas (BMI von 35 – 39,9) und sehr hohe bzw. morbide Adipositas (BMI von >40).

Außerdem sollte im Fall von bestehendem Übergewicht bei eine ärztlichen Untersuchung auch der Bauchumfang der behandelten Person gemessen werden, damit das Gesundheitsrisiko durch das Hüfte-Taille-Verhältnis (Waist-to-Hip-Ratio/WHR) genauer eingeschätzt werden kann. Überschreitet der Bauchumfang bei Frauen 88 cm und bei Männern 102 cm, kann von einer abdominalen Adipositas, das heißt von einer gefährlichen Vermehrung von Bauchfett, ausgegangen werden.

Dieses Bauchfett, auch viszerale Fettmasse genannt, stellt für Menschen mit Adipositas eine besondere Gefahr dar, da daraus zahlreiche Gefäß- oder Herzerkrankungen (kardiovaskuläre Erkrankungen) resultieren können.

Mittlerweile wird Adipositas als Zivilisationskrankheit anerkannt, da allein in Deutschland etwa 60% der Männer und ungefähr die Hälfte aller Frauen übergewichtig sind, so der Präsident der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) Prof. Dr. med. Hans Hauner (27. Jahrestagung der DAG im Oktober 2011).

 

Ursachen von Adipositas

Heute ist es für viele Menschen schwer, genau zu sagen, wieso und wann Übergewicht entsteht, jedoch hat Übergewicht bzw. Adipositas viele Ursachen.

Im Grunde wird Übergewicht dadurch hervorgerufen, dass die Kalorienaufnahme durch das Essen niedriger ist, als der Kalorienverbrauch des Körpers im Laufe des Tages. Daher können bestimmte Ernährungsgewohnheiten als eine der Ursachen von Adipositas gezählt werden. Dazu gehört allerdings nicht nur der übermäßige Verzehr von Süßigkeiten, Fastfood oder Ähnlichem, sondern auch eine falsche Ernährungsweise. Übergewichtige Menschen sind häufig nicht mehr in der Lage, ihr Essverhalten zu kontrollieren, was dazu führt, dass zu große Portionen verzehrt werden und zu oft zwischendurch zu ungesunden Snacks, die viel Zucker und Fett enthalten, gegriffen wird.

Der Kalorienverbrauch bleibt wiederum recht niedrig, da viele Menschen keinen Sport treiben und sich auch im Alltag wenig bewegen. Auch das trägt dazu bei, dass vor allem Bauchfett angelagert wird und Übergewicht entsteht.

Adipositas kann allerdings auch zumindest teilweise genetisch bedingt sein. Unter anderem wird in manchen Fällen die Höhe des Grundumsatzes vererbt, sodass Menschen mit einem niedrigen Grundumsatz dazu neigen, Übergewicht zu entwickeln. Jedoch wirken die meisten Gene nicht direkt auf das Körpergewicht, sondern vielmehr auf den Stoffwechsel oder auf Prozesse des Gehirns oder des Nervernsystems und beeinflussen so zum Beispiel das Hunger- und Sättigungsgefühl. Kennt man allerdings die individuelle genetische Veranlagung, könnte man dagegen vorgehen, und so das Ziel verfolgen entweder der Entstehung von Adipositas vorzubeugen oder Übergewicht reduzieren.

Auch hormonelle Faktoren oder Erkrankungen (z. B. Schilddrüsenunterfunktion) können Übergewicht begünstigen, genauso wie bestimmte Medikamente (z. B. Kortison oder Insulin).

Eine weitere wichtige Ursache für Adipositas sind Umweltfaktoren (z. B. Stress oder ein bestimmter Beruf) oder psychische Faktoren, in Folge deren ein gestörtes Essverhalten oder eine falsche Ernährungsweise ausgebildet wird.

Schließlich sind bestimmte Lebensphasen maßgeblich für Übergewicht verantwortlich. So neigen Frauen in der Schwangerschaft dazu, ihre Kalorienaufnahme unnötig stark zu erhöhen. Auch in der Menopause kann Übergewicht entstehen. Grundsätzlich ist es so, dass der Kalorienbedarf mit steigendem Alter abnimmt, während die körperliche Aktivität bei vielen Menschen sinkt. Da die Ernährungsweise jedoch nicht an diese Veränderungen angepasst wird, entsteht Adipositas.

 

Folgen von Adipositas

Übergewicht und Adipositas haben meistens schwerwiegende Begleit- und Folgeerkrankungen, die erneut zu weiteren Nebenerkrankungen führen können.

Zunächst bewirkt Adipositas ein höheres Risiko, das metabolische Syndrom zu entwickeln.

Außerdem können durch Adipositas Störungen oder Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems entstehen, was unter Umständen sogar zu einem Herzinfarkt führen kann. Übergewichtige Menschen haben auch eine größere Chance, an Artheriosklerose zu erkranken oder einen Schlaganfall zu erleiden.

Starkes Übergewicht kann ebenfalls zu Störungen des (Fett-)Stoffwechsels führen und dadurch nicht-alkoholische Fettleber oder Nierenerkrankungen verursachen.

Zu weiteren Krankheiten, die durch Adipositas hervorgerufen werden können, zählen auch Diabetes mellitus Typ 2 und einige Arten von Krebs (z. B. Darm- oder Brustkrebs).

Diese Erkrankungen werden größtenteils durch die extreme Vermehrung von Bauchfett, die mit Adipositas einhergeht, begünstigt.

 

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