Fasten

Beim Fasten wird im Gegensatz zum Hungern freiwillig auf feste Nahrung und Genussmittel verzichtet. Das Fasten über einen definierten Zeitraum hat in vielen Kulturen und Religionen eine lange Tradition. Aber auch das gesundheitliche bzw. medizinische Fasten rückt immer mehr in den Mittelpunkt, da Fasten die Gesundheit erhalten bzw. wiederherstellen und somit das Leben verlängern kann. Fasten bedeutet, sich intensiv mit dem eigenen Körper, seinem Lebensstil und seiner Ernährung auseinander zu setzen und seine Wahrnehmung für ein bewusstes Leben zu schärfen. Positive Effekte des Fastens sind z. B. die Reduzierung von Entzündungen, die Stärkung des Immunsystems, bessere Blutzucker- und -fettwerte sowie die Normalisierung des Blutdrucks.

 

Oft wird beim Fasten von „Entschlacken“ oder „Entgiftung“ geredet. Dies ist jedoch eher als eine Art „Metapher“ zu verstehen, denn aus medizinischer Sicht gibt es keine Schlacken im Körper bzw. im Darm. Besser ist es, wenn man in diesem Zusammenhang von defekten Zellteilen spricht, die sich mit der Zeit in unseren Zellen ansammeln und durch das Fasten aus unseren Zellen entfernt werden. Die Wörter „Entschlacken“ und „Entgiften“ werden vielleicht auch deshalb so gerne benutzt, da es in der Tat so ist, dass sich die Menschen nach dem Fasten einfach leichter, vitaler, entspannter und klarer fühlen und die Assoziation in diesem Sinne somit gar nicht mal so verkehrt ist.

 

Die Umsetzung kann hier auf ganz unterschiedliche Art und Weise erfolgen.

 

Variieren können z. B.: 

  • die Fastenart und der damit verbundene Verzicht
  • die Dauer und Jahreszeit
  • der Sinn und Zweck des Fastens

Heute unterscheidet man generell zwischen 2 Formen:

  • dem traditionellen Heilfasten (1-4-wöchige Fasten)
    • kleine Kalorienmengen in Form von Säften, Tee und Wasser
  • dem intermittierenden Fasten bzw. Intervallfasten:
    • tägliche Fastenphasen von 16 Stunden (16:8) oder 2 ganze Fastentage (5:2)
    • Wann die 16 Stunden oder 2 Tage gefastet wird, kann individuell entschieden werden

Traditionelles Heilfasten

 

Beim traditionellen Heilfasten wird ca. 1-4 Wochen gefastet. Während der Fastenkur stehen Säfte, Brühe, Tee und Wasser auf dem Speiseplan. Durch den Saft wird gewährleistet, dass geringe Kalorienmengen aufgenommen werden, was sich wiederum als schützend auf den Muskel erwiesen hat. Das traditionelle Heilfasten ist besonders intensiv und eignet sich für Personen, die sich für 1-4 Wochen eine kleine Auszeit z. B. in Form eines Urlaubs oder einer Kur nehmen können. Während des Heilfastens wird empfohlen, sich von einem Arzt oder Fastenleiter betreuen zu lassen. Zum Abnehmen ist das Heilfasten weniger geeignet, da der Jojo-Effekt nach dem Fasten aufgrund der starken Kalorienrestriktion begünstigt wird. Das Heilfasten kann allerdings zu einer Änderung der Ernährungsgewohnheiten führen, da der Anreiz eines gesünderen Lebensstils während des Fastens gefördert wird.

 

Intermittierendes bzw. Intervallfasten

 

Beim intermittierenden bzw. Intervallfasten kann man sich für eine von mehreren Varianten entscheiden. Am bekanntesten sind die 16:8 und die 5:2 Methode. Bei der 16:8 Methode sollte eine Essenspause von 16 Stunden eingelegt werden. In dem restlichen Zeitfenster von 8 Stunden findet die Nahrungsaufnahme statt. Innerhalb der 8 Stunden werden 2-3 Mahlzeiten empfohlen. Bei der 5:2 Methode fastet man an 2 ganzen Tagen in der Woche und an den restlichen 5 Tagen kann normal gegessen werden. Frauen sollten an den 2 Fastentagen nicht mehr als 500 Kalorien, Männer nicht mehr als 600 Kalorien zu sich nehmen.

Im Gegensatz zum normalen Heilfasten ist das Intervallfasten alltagstauglicher, flexibler, leichter im Alltag umzusetzen und kann zudem dauerhaft praktiziert werden.  Gleichzeitig soll es ähnlich effektiv sein wie das Heilfasten. Anders als das Heilfasten eignet sich das intermittierende bzw. Intervallfasten auch zum Abnehmen, da der Körper bei dieser Fastenmethode ausreichend und in regelmäßigen Zeitabständen Kalorien zugeführt bekommt und der Körper nicht in den Notfallmodus schaltet. Aus diesem Grund erfreut sich das Intervallfasten immer größerer Beliebtheit.

Die gesundheitlichen Vorteile des Fastens sind vielfältig. Der Verzicht auf Nahrung wirkt auf viele Erkrankungen vorbeugend und hat sich besonders bei chronischen Erkrankungen als sehr wirkungsvoll herausgestellt. Studien von der Universität Graz ergaben, das Fasten auch einen vorbeugenden Effekt bei neurologischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson oder Demenz haben kann.

Durch Fasten können Beschwerden gelindert oder der Krankheitsverlauf verbessert werden, da der Körper wieder seine Selbstheilungskräfte aktivieren kann und in seinen Heilungsprozessen unterstützt wird.

Der Grund für die heilsame Wirkung ist die sogenannte Autophagie. Die Autophagie kann auch als eine Art Recycling-Anlage bzw. körpereigene Müllabfuhr bezeichnet werden. Diese kann ihre Wirkung erst dann voll entfalten, wenn Nahrung knapp wird, z. B. während der 16-stündigen Fastenphase im Rahmen des Intervallfastens. Durch Stoffwechselvorgänge in unseren Zellen sammelt sich mit der Zeit sehr viel Abfall wie z. B. deformiertes Eiweiß, ausgemusterte Mitochondrien oder Krankheitserreger an. Sobald die Autophagie ungestört ablaufen kann, wirft der Körper sein Selbstverdauungsprogramm an, indem der liegen gebliebene Stoffwechselmüll recycelt oder als Brennstoff verwendet werden kann.

Das Intervallfasten kann auch sehr gut mit einer metatyp-gerechten Ernährung im Rahmen einer Gewichtsreduktion kombiniert werden. Eine Ernährungsumstellung sollte bei jedem Menschen individuell erfolgen und hängt immer von verschiedenen Faktoren wie z. B. der genetischen Veranlagung ab. Hierfür bieten sich unserer Überzeugung nach genetische Stoffwechselanalysen wie die Gen-Diät MetaCheck an.*

 

 

 

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