Glossar

A

ADI-Wert

Der ADI-Wert (acceptable daily intake, engl. für duldbare tägliche Aufnahme) stellt das Maß für die tägliche Aufnahmemenge von Fremdstoffen in Lebensmitteln dar, die ein Mensch ohne gesundheitliche Risiken lebenslang zu sich nehmen kann. Die ADI-Werte stammen aus Tierversuchen mit Nagern, deren Ergebnisse mit einem großzügigen Sicherheitsfaktor auf den Menschen übertragen und als Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht ausgedrückt werden. Die Festlegung des ADI-Wertes erfolgt durch die EFSA (europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) in Zusammenarbeit mit der WHO.

Adipositas

Adipositas ist eine Bezeichnung für schweres Übergewicht. Die Adipositas lässt sich in unterschiedliche Schweregrade unterteilen, die anhand des Body Mass Index errechnet werden. Der Adipositas Grad I liegt mit einem BMI von 30–34,9 kg/m² vor; der Adipositas Grad II zwischen einem BMI von 35–39,9 kg/m². Der Adipositas Grad III, welcher auch als morbide Adipositas bezeichnet wird, beginnt ab einem BMI von >40. Aufgrund der immer ungesünder werdenden Gesellschaft, gilt die Adipositas in Fachkreisen schon als Pandemie des 21. Jahrhunderts.

Aminosäure

Aminosäuren sind eine Klasse biologischer Moleküle, die sowohl die Carboxy-Gruppe COOH als auch die Amino-Gruppe NH2 enthalten. Neben ca. 250 nicht-proteinbildenden Aminosäuren sind bisher 20 proteinbildendene Aminosäuren (sog. proteinogene Aminosäuren) bekannt. Diese proteinogenen Aminosäuren bilden damit einen der Grundbausteine des menschlichen Körpers – die sog. Eiweiße (Proteine). Da der Körper nicht alle notwendigen Aminosäuren selbst herstellen kann, müssen bestimmte Aminosäuren mit der Ernährung aufgenommen werden (sog. essentielle Aminosäuren).

Antioxidantien

Antioxidantien sind Stoffe, die Oxidationen verhindern bzw. hemmen können, indem sie so genannte „freie Radikale“ einfangen und neutralisieren. Sie können den menschlichen Körper dadurch vor Krankheiten schützen und den Alterungsprozess verlangsamen. Antioxidantien unterteilt man in zwei verschiedene Gruppen. Zum einen gibt es die natürlichen Antioxidantien, die in vielen verschiedenen Lebensmitteln vorkommen, wie z.B. Vitamin C und E. Zum anderen gibt es die synthetisch hergestellten Antioxidantien, sie werden bei der Haltbarmachung von Lebensmitteln, Arzneimitteln und Kunststoffen eingesetzt.

Atkins-Diät

Die Atkins-Diät ist nach ihrem Erfinder Dr. Robert Atkins benannt und basiert auf dem fast vollständigen Verzicht von Kohlenhydraten zu Gunsten einer fett- und fleischreichen Ernährung. Aufgrund ihres radikalen Ansatzes steht sie im Verdacht gesundheitsschädlich zu sein.

Ausdauertraining

Ausdauer beschreibt sowohl die Fähigkeit der physischen und psychischen Ermüdungswiderstandsfähigkeit als auch die Fertigkeit einer zügigen Regeneration. Sie lässt sich auf Basis unterschiedlicher Parameter in allgemeine oder lokale Ausdauer, aerobe oder anaerobe Ausdauer, dynamische oder statische Ausdauer und Kurzzeit-, Mittelzeit- oder Langzeitausdauer untergliedern. Besonders die allgemeine aerobe dynamische Ausdauer führt zu gesundheitsfördernden Anpassungserscheinungen des Körpers. Das Ausdauertraining sollte etwa 3-mal die Woche über mindestens 20 Minuten bei einer individuell bestimmten maximalen Herzfrequenz erfolgen.

B

Ballaststoffe

Ballaststoffe gehören chemisch zu den Kohlenhydraten und können vom menschlichen Körper nicht verdaut werden. Sie sind sättigend und fördern die Verdauung.

BIA

Die Abkürzung BIA steht für Bioelektrische Impedanzanalyse. Diese dient der Bestimmung des Flüssigkeitshaushalts des Körpers mittels eines elektromagnetischen Feldes. Die BIA wird unter anderem dazu eingesetzt, um den Körperfettanteil einer Person genau zu bestimmen. Auch Körperfettwaagen für den Hausgebrauch basieren auf diesem Prinzip. Die Messgenauigkeit ist bei diesen Geräten allerdings oft mangelhaft, sodass für eine genaue Bestimmung auf professionelle Geräte beim Arzt oder Ernährungsberater zurückgegriffen werden sollte.

Biogene Amine

Bei biogenen Aminen handelt es sich um organische Basen, welche in Stoffwechsel von sowohl Tieren, Pflanzen als auch Mikroorganismen natürlich vorkommen. Sie werden mit der Nahrung aufgenommen und können bei bestimmten Menschen allergieähnliche Symptome hervorrufen. Derartige Intoleranzen werden u.a. mit biogenen Aminen wie Histamin, Tyramin, Serotonin und Glutamat in Verbindung gebracht.

Biologische Wertigkeit

Die biologische Wertigkeit besagt, wie viel Gramm körpereigenes Eiweiß aus 100 Gramm Nahrungseiweiß umgewandelt werden können. Je höher die biologische Wertigkeit eines Eiweißes ist, desto wertvoller ist dieses (für den menschlichen Körper). Durch die Kombination verschiedener Nahrungseiweiße erhöht sich ihre biologische Wertigkeit.

Blutfette

Blutfette gehören zur Gruppe der Lipide. Damit gehören auch Triglyzeride, Cholesterin und  fettlösliche Vitamine zu den Blutfetten, welche in etwa 18 bis 25% der gesamten Körpermasse eines schlanken Erwachsenen ausmachen. Über die Nahrung nimmt der menschliche Organismus diese Fette auf und transportiert sie über das Blut zu den Organen, wo sie entweder gespeichert oder zur Energiegewinnung genutzt werden.

Blutzucker

Als Blutzucker bezeichnet man die Glukosekonzentration im Blut, welche mit Hilfe einer Blutzuckermessung ermittelt werden kann. Dieser gemessene Blutzuckerwert wird entweder in mg/dl oder in mmol/l angegeben. Besonders für Diabetiker ist es wichtig, die genaue Höhe des Blutzuckerspiegels festzustellen.

BMI

Der Body-Mass-Index (BMI) wird auch als Körpermasseindex (KMI) bezeichnet und ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts eines Menschen in Relation zu seiner Körpergröße. Sie besteht näherungsweise aus dem Wert des Quotienten, der sich durch die Division des Körpergewichts durch das Quadrat der Körpergröße errechnet. Allerdings werden bei der Berechnung des BMI weder die Statur, noch die individuelle Zusammensetzung der Körpermasse berücksichtigt. Allein aufgrund der Unterschiede in der Zusammensetzung des Körpergewichts aus Fett-, Muskelgewebe und Knochen kann der BMI für die Bewertung von Unter- und Übergewicht nur als ein Richtwert betrachtet werden.

Broca-Index

Diese Methode wurde früher zur Einschätzung der Gewichtsklassen verwendet. Hierbei wird zuerst das Broca-Normalgewicht (in kg) ermittelt, welches der Körpergröße in cm abzüglich 100 entspricht, anschließend wird das tatsächliche Gewicht durch das Broca-Normalgewicht geteilt. Bei Frauen sind vorher zusätzlich 5 – 10% vom Broca-Normalgewicht abzuziehen. Der somit errechnete Broca-Index liegt bei Normalgewichtigen zwischen 0,8 – 1. Da diese Methode jedoch bei  großen und kleinen Menschen weniger aussagekräftig ist, wurde sie durch den BMI abgelöst.

Broteinheiten

Eine Broteinheit (BE) beschreibt den Kohlenhydrateinteil einer Mahlzeit. Diese Rechengröße wird vor allem bei der Ernährungsberatung und optimalen Insulineinstellung von Typ-1-Diabetespatienten verwendet und entspricht 12g Kohlenhydraten. Aufgrund regionaler Unterschiede wird auch häufig in Kohlenhydrateinheiten (KHE oder KE) gemessen, welche jeweils 10g Kohlenhydraten entsprechen. Laut Empfehlung der Deutschen-Diabetes-Gesellschaft können jedoch beide Einheiten als gleichwertig angesehen werden.

C

Cholesterin

Cholesterin gehört zur Gruppe der Lipide und ist für den Körper lebenswichtig. Es kann zwar vom Organismus selbst hergestellt werden, wird jedoch auch über die Ernährung (Fleisch, Hühnerei, Milch) aufgenommen. Eine hohe Zufuhr an Cholesterin in der Nahrung zusammen mit der Aufnahme gesättigter Fettsäuren gilt als ungesund und wird mit der Entstehung von Arteriosklerose in Verbindung gebracht.

Chromosom

Chromosomen sind biologische Strukturen in Zellen, die aus Verknüpfung der DNA (Gene) mit bestimmten Proteinarten entstehen.

CNV

Copy number variant (kurz CNV) bezeichnet Abweichungen von der normalen Anzahl der Kopien eines bestimmten DNA-Abschnittes. Dadurch können sogar ganze Gene fehlen oder zusätzlich auftreten. Bis jetzt sind mehr als 1.400 CNVs beim Menschen bekannt.

Convenient Food

Als Convenience-Produkte werden Lebensmittel und auch Zutaten bezeichnet, welche als „rohe“, „teilfertige“ oder sogar bereits „verzehrsfertige“ Produkte nur noch gering ergänzt werden müssen. Hierzu gehören beispielsweise Obst, Backmischungen, Konfitüren und Fertigmenüs. Durch die Miteinbeziehung von Fast Food, Finger Food und kühlbedürftigen Lebensmitteln wie Desserts oder mariniertem Fleisch ist die Facette an Convenience-Produkten nahezu unerschöpflich und nimmt in unserer heutigen Gesellschaft einen zunehmenden Stellenwert ein.

D

D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr

Die D-A-CH-Referenzwerte werden von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zusammen mit den Fachgesellschaften in Österreich und der Schweiz herausgegeben. Bei diesen Referenzwerten handelt es sich um Angaben zu Nährstoffmengen, die den täglichen Energie- und Nährstoffbedarf einer bestimmten Bevölkerungsgruppe decken und somit vor einem Nährstoffmangel oder einer Nährstoffüberversorgung schützen können. Man unterscheidet dabei zwischen Empfehlungen, Schätzwerten und Richtwerten.

Darmflora

Unter der Darmflora versteht man die Gesamtheit aller Mikroorganismen im Magen-Darm-Trakt. Im Verdauungskanal jedes Menschen befinden sich etwa 100 Billionen Mikroorganismen, die in Symbiose zusammenleben und in einem gesunden Gleichgewicht zueinander stehen. Eine ausgeglichene Darmflora beeinflusst die Körpereigene Abwehr positiv. Es gibt, medizinisch gesehen, einen signifikanten Zusammenhang zwischen Ernährung und Darmflora, sodass durch die Aufnahme von Pro- und Präbiotika sowie Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien oder sekundären Pflanzenstoffen die Aufrechterhaltung der Darmgesundheit und das Immunsystems unterstützt werden kann.

DGE

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. hat sich als Ziel und Aufgabe gesetzt, fundierte ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse zu vermitteln und die Gesundheit der deutschen Bevölkerung durch verschiedene Maßnahmen im Bereich der Ernährungsaufklärung und Qualitätssicherung zu fördern. Dies erfolgt zum Beispiel durch die Veröffentlichung von Richtlinien, Regeln und Fachmagazinen.

Diabetes mellitus

Der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine Störung des Kohlenhydrat-Stoffwechsels, die oft mit einer Störung des Fettstoffwechsels in Verbindung steht. Aufgrund einer fehlenden bzw. verminderten Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse kommt es nach Aufnahme kohlenhydrathaltiger Nahrungsmittel zu einer Erhöhung der Blutzuckerwerte. Ein Diabetes mellitus liegt vor, wenn der Blutzuckerspiegel nüchtern höher als 126 mg/dl (0,7mmmol/l) liegt. Man unterscheidet zudem verschiedene Typen von Diabetes.

Diabetes mellitus Typ 1

Beim Diabetes mellitus Typ 1 handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, welche durch einen absoluten Insulinmangel gekennzeichnet ist. Der Patient ist daher von regelmäßigen Insulingaben (Medikation) abhängig.

Diabetes mellitus Typ 2 (Altersdiabetes)

Der Diabetes mellitus Typ 2 ist durch einen relativen Insulinmangel gekennzeichnet. Hierbei ist eine Behandlung mit Insulin nicht zwingend erforderlich. Früher wurde Typ 2-Diabetes hauptsächlich bei älteren Menschen diagnostiziert, heutzutage erkranken jedoch auch viele Kinder und Jugendliche aufgrund ihres starken Übergewichts an Diabetes mellitus Typ 2.

Diät: 2,4,6,8 Diät

Diese Diätform dauert über 8 Tage an. Versprochen wird eine Gewichtsreduktion von 4-5 kg in dem angegebenen Zeitraum. Sie ist so aufgebaut, dass man am 1. Tag nur 200 kcal, am 2. Tag nur 400 kcal, am 3. Tag nur 600 kcal und am 4. Tag nur 800 kcal zu sich nehmen darf. Nach den ersten 4 Tagen beginnt man noch einmal von vorne. Durch die viel zu geringe Kalorienaufnahme ist diese Diät gesundheitsgefährdend. Sie zählt zu den sogenannten Crash-Diäten und kann daher nicht empfohlen werden.

DNA

Die Desoxyribonukleinsäure (DNA) ist ein biologisches Molekül, welches als Träger der Erbinformation dient. DNA kommt in allen Lebewesen vor.

E

EFSA – European Food Safety Authority

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bewertet und veröffentlicht alle Risiken im Rahmen der Lebensmittelkette. Sie ist eine unabhängige europäische Behörde, welche zwar aus dem EU-Haushalt finanziert wird, jedoch unabhängig von den EU-Mitgliedsstaaten, der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament arbeitet.

Eiweiß

Eiweiße (Proteine) sind eine Klasse von biologischen Makromolekülen, die aus ca. 20 verschiedenen Bausteinen, sog. Aminosäuren bestehen. Sie sind sehr vielfältig und dienen unterschiedlichen Funktionen in den Zellen. Damit gehören sie zu den Grundbausteinen des menschlichen Körpers.

Elektrolyte

Elektrolyte oder Mineralstoffe sind Grundnährstoffe, die ein Gleichgewicht zwischen dem Raum innerhalb der Zellen (intrazellulärer Raum) und dem Raum außerhalb der Zellen (extrazellulärer Raum) bilden. Es wird nur eine geringe Menge an Elektrolyten vom Körper benötigt und gespeichert, jedoch laufen die Funktionen im Organismus nur bei einer ausreichenden Menge an Elektrolyten reibungslos ab. Zu den wichtigsten Elektrolyten zählen Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Chlorid und Phosphor. Sie kommen unter anderem in Mineralwasser vor. Vor allem die Versorgung mit Kalzium ist von großer Bedeutung, da Kalziummangel zu Osteoporose führen kann.

Energiebedarf

Unter Energiebedarf versteht man die Menge an Energie, die der menschlichen Körper braucht, um richtig funktionieren zu können. Er lässt sich aus dem Grundumsatz, dem Arbeitsumsatz (Muskelarbeit) und der Thermogenese nach der Nahrungsaufnahme für jeden individuell ermitteln und wird in der Maßeinheit Kilokalorie (kcal) oder Kilojoule (kJ) angegeben.

Ernährungspyramide

Bei der Ernährungspyramide handelt sich um eine Ernährungsempfehlung, welche im Groben eine optimale Verteilung von Lebensmitteln, die benötigt werden, um eine vollwertige Ernährungsweise zu erzielen, abbildet.

An der Spitze dieser Pyramide stehen die Lebensmittel, die ausschließlich in geringen Mengen verzehrt werden sollten, wie tierische Fette und Süßigkeiten. Am Boden der Lebensmittelpyramide befindet sich das größte Lebensmittelsegment, von den dort abgebildeten Lebensmitteln darf bzw. soll ausreichend gegessen/getrunken werden. Beispiele für Lebensmittel mit einer großen Verzehrsmenge sind (folglich): Obst, Gemüse und Getreideprodukte sowie mindestens 1,5l Flüssigkeit pro Tag.

Die Ernährungspyramide berücksichtigt allerdings nicht individuelle Besonderheiten, sondern bietet nur eine Orientierungshilfe.

Essentielle Aminosäuren

Als essentielle Aminosäuren werden lebenswichtige Aminosäuren bezeichnet, die der menschliche Körper benötigt, jedoch nicht selbst herstellen kann. Daher müssen diese essentiellen Aminosäuren mit der Nahrung aufgenommen werden.

Essentielle Fettsäuren

Essentielle Fettsäuren wie die Omega-6- und die Omega-3-Fettsäuren gehören zu den lebenswichtigen Fettsäuren, die vom menschlichen Körper nicht selbst produziert werden können. Sie müssen daher mit der Nahrung aufgenommen werden. Essentielle Fettsäuren sind am Aufbau von Zellmembranen beteiligt und können den Blutfett- und Cholesterinspiegel senken.

F

Fettsäure

Fettsäuren bilden eine Klasse biologischer Moleküle, die zu den Lipiden gehören. Sie werden in zwei Gruppen unterteilt: gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Daneben unterscheidet man essentielle und nicht-essentielle Fettsäuren. Erstere können vom menschlichen Körper nicht selbst produziert werden und müssen daher mit der Nahrung zugeführt werden.

Fettverteilung

Nicht nur die Masse an Körperfett ist für die Einschätzung des Gesundheitsrisikos von Relevanz, auch die Fettverteilung im Körper selbst spielt eine große Rolle. Hierbei ist zu unterscheiden, ob sich das Körperfett tendenziell stärker als Unterhautfettgewebe oder als Bauchfett, dem sogenannten viszeralen Fettgewebe, manifestiert. Somit lassen sich zwei Gruppen klassifizieren: Den Birnen-Typ, bei welchem die Fettvermehrung besonders an den Oberschenkeln und Hüften auftritt, und den Apfel-Typ, an dem die Zunahme des Fettgewebes vorwiegend im Bauchraum auftritt. Letzteres steht in Verbindung mit einem erhöhten Risiko der Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen. Beide Verteilungs-Typen können sowohl bei Frauen als auch bei Männern auftreten.

Functional Food

Mit dem Begriff Functional Food (engl. „funktionelle Lebensmittel“) bezeichnet man Lebensmittel mit dem Anspruch, die Gesundheit zu fördern (z.B. Stärkung des Immunsystems, Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen usw.). Dies wird meist durch den Zusatz bestimmter Fettsäuren, Ballaststoffe, Proteine oder pflanzliche Wirkstoffe erzielt.

G

GDA- Guideline Daily Amount

Bei der Guideline Daily Amount handelt es sich um eine Nährwertkennzeichnung des Verband der Europäischen Lebensmittelindustrie, die Richtwerte für die Tagesdosis an Energie und für bestimmte Nährstoffe angibt. Zudem wird angegeben wie viel Prozent des täglichen Energiebedarfs durch den Verzehr des ausgewählten Lebensmittels gedeckt werden, sowie der prozentuale Anteil von Zucker, Fett, gesättigten Fettsäuren und Salz.

Gen

Ein Gen ist ein Teil eines DNA-Moleküls, das als Vorlage für die Proteinsynthese in der Zelle dient. Damit enthält das Gen die Grundinformationen zur Herstellung von Proteinen. Der Mensch besitzt ca. 30.000 Gene.

Gen-Diät (Nutrigenetik)

Bezeichnet eine Ernährungsweise, die unter Berücksichtigung des Erbguts eines Menschen erfolgt. Hierfür ist eine genetische Analyse erforderlich.

Genetische Stoffwechselanalyse

Als genetische Stoffwechselanalyse bezeichnet man eine Analyse bestimmter Stoffwechselgene zur Gesundheitsoptimierung. Oft wird eine solche Analyse zur Gewichtsreduktion bzw. zum Abnehmen verwendet.

Genom

Mit dem Begriff Erbgut oder Genom bezeichnet man die gesamte Erbinformation eines Lebewesens, die in Form der DNA gespeichert ist.

Gesättigte Fettsäuren

Bei gesättigten Fettsäuren handelt es sich um eine Subgruppe von Fettsäuren, bei der alle Kohlenstoffatome mit Wasserstoffatomen abgesättigt sind. Sie können vom Organismus selbst hergestellt werden und bei nicht ausreichender Bewegung zu einem hohen Cholesterinspiegel, Arterienverkalkung und Übergewicht führen. Sie befinden sich überwiegend in Fetten tierischen Ursprungs, wie beispielsweise in Butter, Hartkäse und Sahne, sowie in Fleisch und Wurstwaren.

GLYX

Die Abkürzung GLYX steht wie die Abkürzung GI für „Glykämischer Index“. Der glykämische Index gibt an, wie stark der Blutzucker nach dem Verzehr eines bestimmten Lebensmittels ansteigt, d.h. wie viel Insulin der Körper braucht, um den Blutzucker wieder zu normalisieren. Während der glykämische Index in der Vergangenheit fast ausschließlich bei Diabetikern Bedeutung hatte, setzt mittlerweile auch eine Diätform (sog. GLYX-Diäten) bei der Insulinausschüttung an. Allerdings ist der glykämische Index als Bewertungsmaß von Lebensmitteln umstritten, da er nicht auf die Menge, bzw. Portionsgröße eingeht, die verzehrt wird. Daher ist es meist sinnvoller, die glykämische Last zu bestimmen.

Grundumsatz

Der Grundumsatz (auch als Stoffwechselrate bezeichnet) ist die Energiemenge, die der Körper pro Tag bei Raumtemperatur, in nüchternem Zustand und in völliger Ruhe zur Aufrechterhaltung seiner Funktion benötigt. Der Grundumsatz variiert von Person zu Person und hängt von verschiedenen Faktoren (z.B. dem Trainingszustand) ab. Er kann in speziellen Einrichtungen gemessen werden.

H

Hautfaltenmessung

Da ein großer Anteil des Depotfetts als Unterhautfettgewebe gespeichert wird, lässt die Messung der Hautfaltendicke einen quantitativen Rückschluss auf den Gesamtfettanteil des Körpers zu. Zur Bestimmung werden je nach 3-, 4-, 7-, oder 10-Punkt-Methode die entsprechende Anzahl an Messorten mit einer speziellen Zange, dem sogenannten Kaliper, vermessen und der Körperfettanteil mithilfe von Umrechnungstabellen eingeschätzt. Diese Methode gehört trotz veraltet scheinendem Verfahren noch immer mit zu den aussagekräftigsten und einfachsten Messmethoden.

Hay'sche Trennkost

Die Hay'sche Trennkost ist eine von Dr. Howard Hay entwickelte Diät, die auf der strikten Trennung des Verzehrs von eiweiß- und kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln aufbaut. So dürfen zum Beispiel Getreide- und Milchprodukte nie zusammen gegessen werden.

Hypervitaminose

Bei einer Hypervitaminose handelt es um eine Erkrankung, die durch eine Überdosierung von Vitaminen auftreten kann. Sie ist meist durch zu hohe Einnahmen von Vitaminpräparaten oder Nahrungsergänzungsmitteln bedingt.

Hypovitaminose

Bei einer Hypovitaminose handelt es sich um eine Erkrankung, die durch einen starken Vitaminmangel verursacht werden kann. Hypovitaminosen treten oft bei einer Unterernährung bzw. Mangelernährung auf. Sie kommt daher hauptsächlich in Entwicklungsländern vor.

I

Insulin

Insulin ist ein für den Menschen lebenswichtiges Hormon, welches in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Es sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiegel gesenkt wird. Insulinmangel oder Insulinresistenz wird unter dem Sammelbegriff Diabetes mellitus zusammengefasst.

J

Jo-Jo-Effekt

Der Jo-Jo-Effekt ist eine unerwünschte – meist schnelle – Gewichtszunahme im Anschluss an ein Diätprogramm. Bei wiederholten Diäten kann das Gewicht wie bei einem Jo-Jo hoch und runter gehen. Das anschließende Endgewicht ist oft höher als das ursprüngliche Ausgangsgewicht.

Joule

Die internationale Maßeinheit Joule, benannt nach dem Physiker James Prescott Joule, ist das Maß des Energieumsatzes und stellt die Standardeinheit der angegebenen Brennwerte auf Lebensmittelverpackungen dar. Da jedoch besonders im deutschsprachigen Raum noch bevorzugt die ältere Einheit Kalorie verwendet wird, sind häufig beide Angaben, Joule und Kalorie, in den nährwertbezogenen Angaben vorzufinden. Ein Joule entspricht 0,2389 Kalorien.

K

Kalorie

Kalorie ist eine Maßeinheit der Energie, die insbesondere den Energiegehalt oder Brennwert von Lebensmitteln angibt. Umgangssprachlich werden oft Nährwertangaben in Kilokalorien einfach als „Kalorien“ bezeichnet.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate (Saccharide) sind biologisch bedeutsame Makromoleküle, die den größten Teil der Biomasse ausmachen. Kohlenhydrat ist neben Eiweiß und Fett einer der Hauptnährstoffe für den Menschen und dient somit als ein sehr wichtiger Energielieferant im Körper. Man unterscheidet drei Gruppen: Einfachzucker (Monosaccharide), Zweifachzucker (Disaccharide) und Mehrfachzucker (Polysaccharide).

Körperzusammensetzung

Da die alleinige Bestimmung des Body-Mass-Index (BMI) nur Körpergröße und Körpergewicht berücksichtigt und somit nur eingeschränkt aussagekräftig ist, wird für eine optimale Einschätzung des Ernährungszustandes eine zusätzliche Bestimmung der Körperzusammensetzung empfohlen. Hierbei wird, beispielsweise per bioelektrischer Impedanzanalyse oder einer Messung der Hautfaltendicke, der Anteil an Fett- und fettfreier Masse ermittelt. Laut Klassifikation des Körperfettanteils für Personen bis zu 35 Jahren gilt für Männer ein Normbereich von 10-19,9%, für Frauen von 20-29,9%. Ab Werten von 25% (Männer) und 35% (Frauen) liegt in dieser Altersklasse Adipositas vor.

L

Laktoseintoleranz

Bei einer Laktoseintoleranz handelt es sich um eine Lebensmittelunverträglichkeit, bei der den Betroffenen das Verdauungsenzym Laktase fehlt, welches im Normalfall Milchzucker in Glukose und Galaktose aufspaltet. Die Betroffenen sollten daher am besten auf Milchprodukte in großen Mengen verzichten und auf entsprechende Alternativen zurückgreifen.

Lebensmittelallergie

Eine Lebensmittellallergie ist eine spezifische Form einer Unverträglichkeit, bei der das Immunsystem durch bestimmte Inhaltsstoffe (Allergene) aktiviert wird und seinerseits mit einer allergischen Reaktion antwortet. Dabei werden spezifische Antikörper freigesetzt, die als Abwehrstoffe gegen das Allergen fungieren. Die Symptome einer Allergie können sehr vielseitig ausfallen, meist handelt es sich dabei aber um Hautrötungen, Juckreiz, Schnupfen oder Magen-Darm-Beschwerden.

Lebensmittelintoleranz

Bei einer Lebensmittelintoleranz handelt es sich um eine Unverträglichkeit, die dann auftritt, wenn der Körper ein bestimmtes Nahrungsmittel oder einen Nahrungsmittelbestandteil nicht richtig verdauen kann. Bei einer Intoleranz können meist kleine Mengen eines Nahrungsmittels verzehrt werden, ohne dass die Symptome einer Unverträglichkeit auftreten. Die am häufigsten verbreiteten Lebensmittelintoleranzen sind die Laktoseintoleranz und die Glutenintoleranz.

Light-Produkte

Light (engl. „leicht“) ist eine Zusatzbezeichnung für Lebensmittel, die verwendet wird, wenn Lebensmittel entweder sehr leicht bekömmlich, besonders kalorienarm oder kalorienreduziert sind. Zudem gibt es Light-Getränke, die weniger Alkohol, Kohlensäure oder Koffein enthalten. Light-Produkte werden mit dem Hintergrund hergestellt, dass bei einem gleich bleibenden Sättigungsgefühl weniger Kalorien aufgenommen werden.

Lipide

Der Begriff Lipide stellt eine Sammelbezeichnung für größtenteils wasserunlösliche Naturstoffe dar. In lebenden Organismen werden Lipide überwiegend als Strukturkomponenten in den Zellmembranen, als Energiespeicher oder als Signalmoleküle gebraucht. Häufig wird der Begriff „Fett“ als Synonym für Lipide gebraucht, allerdings stellen die Fette (Triglyceride) nur eine Untergruppe der Lipide dar.

Logi-Methode

Bei der Logi-Methode, die durch den Ernährungswissenschaftler Dr. Nicolai Worm veröffentlicht wurde, handelt es sich um eine kohlenhydratarme, eiweißreiche Diät. Mit Hilfe dieser Methode soll es möglich sein, das Gewicht zu reduzieren ohne zu hungern. „Logi“ steht dabei für "Low Glycemic and Insulinemic" und somit übersetzt für einen niedriger Blutzucker- und Insulinspiegel, weshalb diese Ernährungsmethode auch darauf abzielt, die Blutwerte zu verbessern.

Low-Carb

Als „Low-Carb“ Diäten werden Diäten bezeichnet, die darauf basieren, den Anteil an Kohlehydraten stark einzuschränken. Anders als bei der Atkins Diät wird allerdings der Anteil an Kohlenhydraten nicht auf „Null“ reduziert.

M

Metabolisches Syndrom

Man spricht vom metabolischen Syndrom, wenn eine Person an starkem Übergewicht, hohem Blutdruck, Diabetes Typ II und an einer Fettstoffwechselstörung leidet. Treten alle Krankheiten parallel auf, spricht man von einem manifesten metabolischen Syndrom.

Mineralstoffe

Mineralstoffe unterteilt man in Mengenelemente und Spurenelemente – entsprechend ihrer mengenmäßigen Anwesenheit im Körper (Mengenelemente
= mehr als 50mg/kg; Spurenelemente = weniger als 50mg/kg). Mineralstoffe sind für viele Funktionen und Stoffwechselvorgänge im Körper unentbehrlich.

Mutation

Mutationen sind dauerhafte Veränderungen der DNA-Seqeunz einer Zelle. Mutationen können durch externe Ursachen (UV-Strahlung, chemische Stoffe und Viren) oder interne Ursachen (Fehler bei DNA-Replikation oder zellulären Prozessen) entstehen. Es gibt verschiedene Arten von Mutationen.

N

Nährstoffdichte

Die Nährstoffdichte ist ein Maß zur Qualitätsbewertung von Lebensmitteln und bezeichnet das Verhältnis von Nährstoffgehalt und Energie. Sie gibt somit Auskunft über die Qualität und den gesundheitlichen Wert eines Lebensmittels. Eine hohe Nährstoffdichte besitzen Lebensmittel, die viele Vitamine, Mineralstoffe oder andere essentielle Nährstoffe beinhalten. Eine geringe Nährstoffdichte besitzen dagegen vor allem zuckerhaltige Lebensmittel und Süßwaren.

Nährstoffe

Nährstoffe sind Bestandteile der Nahrung, die dem menschlichen Körper zur Energielieferung und Aufrechterhaltung der Körperfunktionen dienen. Man unterscheidet dabei energieliefernde Nährstoffe (Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße) von nicht- energieliefernden (Vitamine, Mineralstoffe). Desweiteren wird oft zwischen lebenswichtigen Nährstoffen, funktionell wichtigen und austauschbaren Nährstoffen differenziert.

Nahrungsergänzungsmittel

Unter Nahrungsergänzungsmitteln wird eine spezielle Gruppe von Lebensmittelprodukten zusammengefasst, die Nährstoffe oder andere physiologisch wirksame Nahrungsbestandteile in einer konzentrierten Dosis enthalten. Neben Vitaminen und Mineralstoffen lassen sich in ihnen auch vermehrt weitere Stoffe mit gesundheitlicher Wirkung vorfinden, beispielsweise  essentielle Fettsäuren, sekundäre Pflanzenstoffe, Aminosäuren oder Enzyme. Nahrungsergänzungsmittel sind, wie ihr Name bereits verrät, dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung zu ergänzen und sind somit kein Ersatz für eine ausgewogene und vollwertige Ernährungsweise.

Nährwerttabelle

Die Nährwerttabelle gibt den durchschnittlichen Nährwert auf Lebensmittelverpackungen an. Ihre Angabe erfolgt in Deutschland und den Mitgliedsstaaten der EU in der Regel freiwillig, es sei denn die Produktaufmachung enthält nährwertbezogene Angaben. Allerdings wurde eine verbindliche Angabe bereits von den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ab 2014 beschlossen.

Nutrigenetik

Nutrigenetik (siehe Gen-Diät)

O

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren

Sowohl die Omega-3- als auch die Omega-6-Fettsäuren gehören zu den ungesättigten Fettsäuren. Sie können nicht vom menschlichen Körper hergestellt werden und zählen damit zu den essentiellen Fettsäuren.

Ornish-Diät

Die Ornish-Diät wurde von Dr. Dean Ornish entwickelt und stellt eine kohlenhydratreiche und gleichzeitig fettarme Ernährungsweise dar. Diese nahezu vegetarische und ballaststoffreiche Diät soll zur Prävention und ergänzenden Therapie von Herz-Kreislauferkrankungen dienen, jedoch ist aufgrund des niedrigen Fettanteils in der Kost (unter 10%) die Gefährdung einer unzureichenden Zufuhr an essenziellen Fettsäuren gegeben.

Osteoporose

Osteoporose (auch als  Knochenschwund bezeichnet) ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen. Durch den Abbau der Knochenmasse werden diese instabil, wodurch es bei vielen Betroffenen leichter zu schweren Knochenbrüchen kommt. Eine angepasste Ernährung (reich an Kalzium und Vitamin D; fett-, cholesterin- und kalorienarm) kann der Osteoporose vorbeugen.

P

PAL-Wert

Anhand des PAL-Wertes bestimmt man das Ausmaß der körperlichen Aktivität (PAL= physical activity level). Diese ergibt sich aus den beruflichen Tätigkeiten und dem Freizeitverhalten eines Menschen. Je nach Schwere der Muskelarbeit in Beruf und Freizeit kann der Wert zwischen 1,2 und 2,4 variieren. Eingesetzt wird der PAL-Wert unter anderem bei der Berechnung des individuellen Energiebedarfs eines Menschen.

Physiologischer Brennwert

Der physiologische Brennwert bezeichnet die spezifische Energie eines Nahrungsmittels, welche während der Verstoffwechselung im Organismus verfügbar wird. Fette besitzen mit 39 kJ/g (9 kcal/g) den höchsten physiologischen Brennwert. Kohlenhydrate und Proteine weisen mit jeweils 17 kJ/g (4 kcal/g) einen niedrigeren Brennwert auf.

Präbiotika

Bei dem Begriff Präbiotika handelt es sich um unverdauliche Stoffe, die hauptsächlich von Bifidobakterien (Bestandteile der Darmflora) als Nahrungsquelle genutzt werden. Sie gelangen unverdaut in den Dickdarm und fördern dort so das Wachstum und die Vermehrung dieser Bakterien und somit die Aufrechterhaltung der Darmflora.

Pritikin Programm

Das Pritikin Programm (auch als Pritkin-Diät bezeichnet) ist ein von Nathan Pritikin entwickeltes Ernährungs- und Bewegungsprogramm zur Heilung und Prävention. Die Ernährung beruht im Gegensatz zur Atkins Diät oder Low-Carb Diäten beim Pritikin Programm auf einer sehr kohlenhydratreichen, dafür aber fettarmen Ernährung. Daneben schreibt das Pritikin Programm viel sportliche Betätigung wie Laufen und Gymnastik vor.

Probiotika

Unter dem Begriff Probiotika bezeichnet man spezielle Mikroorganismen, die vor allem Milchprodukten zugesetzt werden und so in aktiver Form in den Darm gelangen können. Ihnen wird eine positive Wirkung für die Gesundheit zugesprochen, indem sie zum Beispiel die natürliche Darmflora unterstützen.

Protein

Proteine sind eine Klasse von biologischen Makromolekülen, die aus 20 verschiedenen Bausteinen, sogenannten Aminosäuren, bestehen. Sie sind sehr vielfältig und dienen unterschiedlichen Funktionen in Zellen. Damit gehören sie zu den Grundbausteinen aller Zellen. Protein ist ein anderer Begriff für Eiweiß (siehe Eiweiße).

Q

Quellstoffe

Die Quellstoffe gehören zu den Ballaststoffen und binden Wasser. Aufgrund dieser Fähigkeit werden sie häufig auch in Lebensmitteln als Verdickungs- und Geliermittel eingesetzt.

R

RDA – Recommended Daily Allowance

Die Recommended Daily Allowance (RDA) bezeichnet die empfohlene Tagesdosis an Vitaminen und Mineralstoffen mit welcher der Bedarf der durchschnittlichen Bevölkerung gedeckt wird.

Reduktionskost

Die Reduktionskost ist eine Diät, bei der die Menge an Kalorien reduziert wird, sodass die tägliche Energiezufuhr unter den normal geltenden Richtlinien liegt. Ziel der Reduktionskost ist eine Gewichtsreduktion und somit die Verringerung der gesundheitlichen Risiken des Übergewichts.

RNA

Die Ribonukleinsäure (RNA) ist eine biologische Verbindung, die eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von genetischer Information in Proteinen spielt. Es sind derzeit fünf Arten von RNA bekannt.

Roux-en-Y-Magenbypass

Der Roux-en-Y-Magenbypass fällt unter die Fachabteilung der Adipositaschirurgie. Diese Operation wird erst durchgeführt, wenn konservative Methoden zur Gewichtsreduktion erfolglos verlaufen sind. Bei dem Magenbypass wird die Speisenmenge durch Bildung einer kleinen Vormagentasche begrenzt

S

Schnellkrafttraining

Bei der Schnellkraft handelt es sich um eine Trainingsart, die zu einer Verbesserung der Kraftfähigkeit führt. Die unterschiedlichen Widerstände beim Schnellkrafttraining werden in zyklischen oder azyklischen Bewegungen mit höchster Geschwindigkeit ausgeführt und stellen Werte dar, die über 30% des individuell realisierbaren Maximums liegen. Im Rahmen der ILB-Methode findet durch einen Fitnesstrainer eine entsprechende Intensitätsbestimmung sowie eine individuelle Trainingsplanung mit Übungsauswahl statt.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind Stoffe, die ausschließlich von Pflanzen hergestellt werden. Sie schützen diese vor Krankheiten, fördern ihr Wachstum und dienen als Farb– oder Duftstoffe. Für den Menschen besitzt ein Großteil der sekundären Pflanzenstoffe eine gesundheitsfördernde Wirkung.

SNP

SNP steht für Single Nucleotide Polymorphism (Einzelnukleotid-Polymorphismus) und ist eine Variation von einzelnen Basenpaaren in einem DNA-Strang.

Sodbrennen

Sodbrennen beschreibt ein brennendes Gefühl oberhalb des Magens, welches in der Regel nach dem Essen verspürt und durch den Rückfluss des sauren Mageninhaltes verursacht wird. Der Grund für diesen Rückfluss ist eine herabgesetzte Funktion des Schließmuskels zwischen Magen und Speiseröhre, bedingt durch beispielsweise Medikamente, Erkrankungen des Magens, Stress, Alkohol, Übergewicht oder der Ernährungsweise. Große fettreiche Mahlzeiten am Abend, scharfe Gewürze, zu heiße und zu kalte Speisen ebenso wie Schokolade und Süßigkeiten können Sodbrennen auslösen, wohingegen bei akuten Beschwerden Magen-Darmtees, Lakritz und Mandeln Linderung verschaffen sollen. Bei häufig auftretendem Sodbrennen ist jedoch das Kontaktieren eines qualifizierten Ernährungsberaters induziert.

South-Beach-Diät

Diese Diät wurde von dem Kardiologen Dr. Agatston entwickelt und beschreibt eine Low-Carb-Diät, bei der weniger die Kohlenhydratmenge, sondern die Art der zugeführten Kohlenhydrate eine entscheidende Rolle spielt. Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index sollen hierbei präferiert verzehrt werden, ebenso wie pflanzliche Fette und Fischöl. Diese Diät verläuft in 3 Stufen, in welchen es durch eine begrenzte Lebensmittelauswahl zu einer Unterversorgung essenzieller Nahrungsbestandteile kommen kann und daher eine Gesundheitsgefährdung möglich ist.

Stevia

Stevia bzw. Stevioglycosid ist ein aus dem subtropischen Stevia-Kraut gewonnener Süßstoff, welcher – im Unterschied zu gängigen Süßstoffen – weder Kalorien besitzt noch Karies verursacht. Zudem hat Stevia eine bis zu 300 Mal größere Süßkraft als Zucker und ist darüber hinaus für Diabetiker geeignet. Seit dem 2. Dezember 2011 ist der Süßstoff auch in der EU für die Verarbeitung in Lebensmitteln zugelassen.

Stoffwechsel

Der Stoffwechsel (Metabolismus) ist die Gesamtheit aller biochemischen und physikalischen Vorgänge im menschlichen Organismus, auf die der Körper angewiesen ist.

Süßholz

Das Süßholz (Glycyrrhiza) wird bereits seit über 3000 Jahren als Heilpflanze gegen Husten, Heiserkeit und gegen Magenbeschwerden genutzt. Die getrockneten Wurzeln der Süßholz-Staude werden dafür zu Arznei-Tees oder zu Lakritze verarbeitet.

Süßstoff

Bei Süßstoffen handelt es sich um natürliche oder synthetische Verbindungen, die im Vergleich zum Haushaltszucker eine bis zu 3000-mal höhere Süßkraft besitzen und praktisch kalorienfrei sind. Sie spielen bei der Herstellung brennwertreduzierter und diätischer Lebensmittel eine große Rolle und dienen der Gesundheitsprävention, der geringen Energiezufuhr und der Unterstützung bei Ernährungstherapien. Süßstoffe dürfen nur bestimmten Lebensmitteln unter Berücksichtigung der jeweiligen Höchstmengen zugesetzt werden, eine Orientierung bietet dabei der sogenannte ADI-Wert (acceptable daily intake, engl. für duldbare tägliche Aufnahme).

T

Telomer

Als Telomere werden die aus repetitiver DNA und assoziierten Proteinen bestehenden Enden der Chromosomen bezeichnet. Telomere sorgen dabei für die Stabilität der Chromosomen.

Trennkost

Die Trennkost ist eine Ernährungsform bei der Lebensmittel, die Kohlehydrate und Eiweiß enthalten, getrennt voneinander gegessen werden. Stattdessen sollen sie mit neutralen Lebensmitteln kombiniert werden. Diese Ernährungsform soll den Fettstoffwechsel besonders gut in Gang setzen. Zudem können Kohlenhydrate und Eiweiße getrennt besser bzw. leichter verdaut werden.

Triglyceride

Als Trigylceride (Neutralfette) wird eine der wichtigsten Gruppen der Blutfette bezeichnet. Im menschlichen Körper sind Triglyceride hauptsächlich für den Transport von Fettsäuren und die Speicherung von Energie im Fettgewebe verantwortlich. Etwa 90 Prozent des durch die Nahrung aufgenommenen Fettes besteht aus Triglyceriden.

U

Umami

Umami ist eine der bisher fünf bekannten Grundgeschmacksarten, welche die menschliche Zunge wahrnehmen kann. Träger des Umami-Geschmacks ist Mononatriumglutamat. Glutamat ist vor allem in Tomaten, Fleisch und reifem Käse enthalten. Es wird aufgrund seiner Wirkung oft als Geschmacksverstärker für Suppen, Fonds usw. verwendet.

Ungesättigte Fettsäuren

Die ungesättigten Fettsäuren sind eine Subgruppe der Fettsäuren. Im Unterscheid zu den gesättigten Fettsäuren sind die ungesättigten Fettsäuren nicht vollständig mit Wasserstoffatomen verbunden, besitzen dafür aber Kohlenstoff-Doppelbindungen. Je nach Anzahl der Doppelbindungen wird zwischen einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren unterschieden. Die wichtigsten mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, welche eine erwiesene positive Wirkung auf den Körper besitzen und daher essentiell sind. Da der Körper diese Fettsäuren jedoch nicht selbst aufbauen kann, müssen sie mit der Nahrung zugeführt werden. Sie befinden sich überwiegen in Fetten pflanzlichen Ursprungs, wie beispielsweise in Pflanzenölen, Nüssen oder fettreichen Fischarten.

V

Veganismus

Bei dem Veganismus handelt es sich um eine Ernährungs- und Lebensform, welche auf die Verzehr und die Verarbeitung von tierischen Produkten und Lebensmitteln völlig verzichtet. Der komplette Verzicht auf tierische Lebensmittel kann allerdings zu einer zu geringen Aufnahme von Mikronährstoffen, insbesondere Vitamin B12, führen. Diese Nährstoffe müssen daher oft durch Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.

Vegetarismus

Unter dem Begriff Vegetarismus versteht sich eine Ernährungsweise, welche auf den Verzehr von Fleisch und Fisch verzichtet. Es gibt verschieden Formen des Vegetarismus. Unter anderem gibt es die Formen: Ovo-lacto-Vegetarier (essen kein Fleisch und Fisch), Lacto-Vegetarier (essen kein Fleisch, Fisch und Eier) und Ovo-Vegetarier (essen kein Fleisch, Fisch und Milchprodukte).

Vitamine

Vitamine sind essentiell und müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Sie kommen sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln vor und führen bei Mangel zu schweren Erkrankungen. Man unterscheidet fettlösliche und wasserlösliche Vitamine.

Vollwertige Ernährung

Die Vollwertige Ernährung ist eine Ernährungsform bei der der Bedarf an essentiellen Nährstoffen gedeckt ist und sie im richtigen/optimalen Verhältnis zueinander aufgenommen werden. Desweiteren sollte bei einer vollwertigen Ernährung der individuelle Energiebedarf sowie die Erkenntnisse der Ernährungsmedizin zur Prävention bestimmter Erkrankungen berücksichtigt werden.

W

Wangenabstrich

Für die Stoffwechselanalyse ist der Abstrich der Wangeninnenseite notwendig. Dabei werden Zellen gelöst, deren DNA im Labor ausgewertet wird.

WHO – World Health Organization

Die WHO (World Health Organization, engl. für Weltgesundheitsorganisation) wurde als internationale Organisation der UN 1948 in Genf gegründet.  Sie beschäftigt sich neben internationalen Gesundheitsfragen u.a. auch mit gesundheitspolitischen Maßnahmen, dem Aufstellen diverser Gesundheitsstatistiken und der Festlegung von Standards und Forschungszielen rund um das Thema Gesundheit.

WHR – Waist to Hip Ratio

Die Waist to Hip Ratio (WHR) beschreibt das Taille-Hüft-Verhältnis und wird berechnet, indem man den Taillenumfang durch den Hüftumfang dividiert. Der resultierende Wert liefert einen Massstab für die Fettverteilung am Körper.

X

X-Chromosom

Der Begriff X-Chromosom bezeichnet ein Geschlechtschromosom. Bei Menschen besitzen Frauen zwei X-Chromosomen und Männer lediglich ein X-Chromosom.

Xylit

Xylit ist ein hitzebeständiger Zuckeraustauschstoff, der bei vergleichbarer Süßkraft wie Saccharose (Haushaltszucker) nur halb so viele Kalorien besitzt.

Y

Y-Chromosom

Das Y-Chromosom bezeichnet wie das X-Chromosom eines der Geschlechtschromosomen. Es bewirkt beim Menschen die Ausbildung der männlichen Geschlechtsmerkmale. Während Männer ein Y-Chromosom besitzen, fehlt dieses bei Frauen völlig.

Z

Zelle

Zellen sind die elementare Einheit aller Lebewesen. Die Zelle ist ein Raum, in welchem biologische Vorgänge stattfinden. Es gibt einzellige Lebewesen, sogenannte Protozoa, die aus einer einzigen Zelle bestehen, und Vielzeller (wie Menschen) bei denen mehrere Zellen zu einer funktionellen Einheit verbunden sind.

Zöliakie

Unter einer Zöliakie versteht man eine immunologische Erkrankung, welche morphologische und funktionelle Veränderungen der Dünndarmschleimhaut verursacht. Sie wird, bei einer genetischen Prädisposition, durch Getreideeiweißfraktionen ausgelöst, welche sich in Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel und Hafer befinden. Um eine Schädigung des Darmgewebes zu minimieren und eine adäquate Nährstoffaufnahme gewährleisten zu können, ist ein lebenslanger konsequenter Verzicht auf diese glutenhaltigen Lebensmittel unerlässlich.